Beständig
Unverändert seit 01.01.2026
Seitdem gelten bei der AOK NordWest 50 % für 1,69 %, 60 % für 2,29 %, 70 % für 2,75 % und 80 % für 4,09 %. Neuere U1-Sätze gelten bei 5 von 88 anderen Kassen.
Frage 1 von 4
Die AOK NordWest im Vergleich mit 88 anderen Kassen: vier Erstattungssätze von 50 % bis 80 %, Stand 19.10.2026.
Beständig
Seitdem gelten bei der AOK NordWest 50 % für 1,69 %, 60 % für 2,29 %, 70 % für 2,75 % und 80 % für 4,09 %. Neuere U1-Sätze gelten bei 5 von 88 anderen Kassen.
Im Vergleich
Die Umlage steigt von 1,69 % auf 4,09 % – 0,13 Prozentpunkte steiler als in der Mitte der 70 Kassen mit Wahl (2,27 Prozentpunkte).
Für jeden Erstattungssatz: Wie viel Umlage verlangen die anderen Kassen, die denselben Satz anbieten?
| Erstattung | AOK NordWest | Umlage der Kassen mit diesem Satz | Einordnung |
|---|---|---|---|
| 50 % | 1,69 % | günstiger als die Mitte 9 von 63 anderen Kassen verlangen weniger | |
| 60 % | 2,29 % | teurer als die Mitte 47 von 58 anderen Kassen verlangen weniger | |
| 70 % | 2,75 % | teurer als die Mitte 17 von 29 anderen Kassen verlangen weniger | |
| 80 % | 4,09 % | teurer als die Mitte 52 von 56 anderen Kassen verlangen weniger | |
1 %2 %3 %4 %5 % |
Aktuelle Sätze der Krankenkassen, Stand 19.10.2026 · unverändert seit 01.01.2026 · Nicht im Vergleich: Knappschaft und Augenoptiker Ausgleichskasse VVaG (Vergleichbarkeit der Sätze nicht belegt)
Bei der AOK NordWest braucht ein höherer Satz 19,1 Krankheitstage je Person – 5,8 Tage mehr als in der Mitte der 70 Kassen mit mehreren Sätzen (13,3 Tage). Spanne: 7,2 bis 25,2 Tage.
Frage 2 von 4
Bei der AOK NordWest ist 50 % bis zu 19,1 Tagen Krankheit je Person am günstigsten, danach 70 % ab 19,1 Tagen. 60 % und 80 % sind bis 42 Tage nie am günstigsten. Genau wird es mit Ihrer Liste.
Für Ihren Betrieb zählen außerdem
Sie tragen je Person Krankenkasse, Lohn und Krankheitstage ein, wir rechnen jeden Satz der AOK NordWest durch.
Das Modell rechnet vereinfacht mit höchstens 42 Kalendertagen je Person und Jahr. Entgeltfortzahlung gibt es bis zu sechs Wochen je Arbeitsunfähigkeit (§ 3 EFZG); bei mehreren verschiedenen Erkrankungen können im Jahr mehr Tage erstattungsfähig sein.
Fünf Beschäftigte bei der AOK NordWest, im Schnitt 8,4 Krankheitstage je Person – unter der ersten Schwelle von 19,1 Tagen.
Günstigster Satz: 50 %.
Sechs Beschäftigte bei der AOK NordWest, zwei davon sechs Wochen krank, im Schnitt 21,7 Tage je Person.
Günstigster Satz: 70 %.
Erfundene Betriebe, gerechnet mit den Sätzen der AOK NordWest. So rechnen wir
Beschäftigte auch bei anderen Kassen? Die Kasse wählen Ihre Beschäftigten, Sie nur den Satz. Mehrere Sätze bieten zum Beispiel AOK Baden-Württemberg, Audi BKK, BARMER, IKK – Die Innovationskasse, AOK Bayern und BAHN-BKK. Alle Krankenkassen
Frage 3 von 4
Die Erstattung gibt es nur auf Antrag.
Die Erstattung gibt es nur auf Antrag. Den Antrag übermitteln Sie aus dem Abrechnungsprogramm per Datenübertragung (§ 2 AAG).
Erstattungsansprüche verjähren vier Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie entstanden sind (§ 6 Abs. 1 AAG).
Quellen: U1-Sätze: aktuelle Angaben der Krankenkassen, Stand 19.10.2026 · AAG §§ 1, 2, 6 · EFZG § 3
Frage 4 von 4
Jeder Satz der AOK NordWest, gerechnet mit Ihren Beschäftigten – kostenlos.
Liste hochladen, Ersparnis je Kasse sehen.
Ohne Ersparnis keine Kosten, kein Abo.
Wir reichen die Wahlerklärung im Auftrag bei der AOK NordWest ein.
Hintergrund
Die AOK NordWest ist die zuständige Regionalkasse für Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein. Ihr Versorgungsgebiet umfasst sowohl Industrieregionen im westfälischen Ruhrgebiet als auch die norddeutsche Küstenregion mit ihrer touristischen und maritimen Wirtschaft.
Im U1-Verfahren bietet die AOK NordWest vier Tarifstufen an.
Das ist kein Mangel, sondern ein Marktmerkmal mit wirtschaftlichen Konsequenzen: Wer die höchste Tarifstufe wählt, zahlt deutlich mehr Umlage als in den niedrigeren Stufen. Die Frage, ab welchem Krankenstand dieser Aufschlag durch Mehrerstattungen ausgeglichen wird, ist der entscheidende wirtschaftliche Prüfpunkt.
Gerade für Betriebe im Ruhrgebiet mit variablem industriellen Krankenstand ist diese Frage besonders relevant — die Antwort liegt immer in den eigenen Daten, nicht in bundesweiten Faustwerten.
Das häufigste Fehlverhalten bei Arbeitgebern mit AOK-NordWest-versicherten Mitarbeitenden: Die höchste Tarifstufe wird gewählt, weil die Erwartung einer hohen Erstattung naheliegend erscheint. Was dabei übersehen wird: Die 80-%-Stufe kostet 4,09 % Umlage, die 70-%-Stufe 2,75 % — der Mehrbeitrag muss erst durch Mehrerstattungen verdient werden, und das gelingt nur bei entsprechend hohem Krankenstand.
Das Gegenmuster kommt vor allem bei Betrieben mit stabiler Belegschaft: Wer seit Jahren ohne größere Krankheitswellen wirtschaftet, könnte mit einer mittleren oder niedrigen Stufe erhebliche Beiträge sparen. Aber weil der Tarif nie aktiv geprüft wird, bleibt diese Möglichkeit ungenutzt.
Erstattungsanträge. Die AOK NordWest zahlt Erstattungen ausschließlich auf Antrag. Bei einem großen Versorgungsgebiet und vielen Mitarbeitenden ist das Risiko nicht gestellter Anträge besonders hoch — und jeder vergessene Antrag ist verlorenes Geld.
Bei der AOK NordWest ist die zentrale Optimierungsfrage die Break-Even-Analyse für die höchste Tarifstufe. Wegen des großen Abstands zwischen den Stufen (2,40 Prozentpunkte) liegt die Schwelle, ab der sich die höchste Stufe lohnt, vergleichsweise hoch.
Der U1-Optimierer berechnet für AOK-NordWest-versicherte Mitarbeitende auf Basis von Bruttogehalt und historischem Krankenstand, welche Tarifstufe die günstigere Nettobilanz ergibt. Dabei wird der Mehrbeitrag jeder höheren Stufe explizit gegen die zusätzliche Erstattung gerechnet.
Zwei Hebel, die sich ergänzen: Für das nächste Jahr den passenden Erstattungssatz wählen – das berechnet der U1-Optimierer kostenlos und kümmert sich nach der Freischaltung um die Wahlerklärung. Für die Vorjahre prüfen Sie mit Ihrem Lohnbüro, ob alle Erstattungsanträge gestellt sind; fehlende können Sie bis zu vier Jahre nach Ablauf des Jahres nachreichen (§ 6 Abs. 1 AAG).
Die AOK NordWest gehört zu den Kassen, bei denen die Stufenwahl besonders viel ausmacht: Zwischen der günstigsten und der teuersten Stufe liegen 2,40 Prozentpunkte, so viel wie bei keiner anderen AOK-Regionalkasse.
Das bedeutet für Arbeitgeber: Da die Kassenwahl bei den Mitarbeitenden liegt, ist die Tarifstufe der steuerbare Hebel — und bei der AOK NordWest ist diese Entscheidung wirtschaftlich besonders folgenreich. Das große Versorgungsgebiet in Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein bedeutet, dass viele Betriebe mit sehr unterschiedlichen Strukturen dieses Thema angehen.
Ein Vergleich mit anderen Kassen ist nur bei gleicher Erstattungsstufe aussagekräftig. Wer die Unterschiede kennt, kann die eigene Tarifentscheidung auf einer belastbaren Grundlage treffen.
Die AOK NordWest ist die gemeinsame AOK-Kasse für Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein.
Was Arbeitgeber in NRW und Schleswig-Holstein über die AOK NordWest im U1-Verfahren wissen müssen.
Mit Standorten unter anderem in Dortmund, Münster, Kiel und Lübeck deckt sie zwei wirtschaftlich sehr unterschiedliche Regionen ab — das industriell geprägte westfälische Ruhrgebiet ebenso wie die maritim ausgerichtete Küstenregion Schleswig-Holsteins.
Für Arbeitgeber in beiden Regionen ist die AOK NordWest eine häufige Kassenzugehörigkeit der ansässigen Beschäftigten. Die NordWest-spezifischen U1-Sätze unterscheiden sich von anderen AOK-Regionalkassen. Im Ruhrgebiet mit seinem industriellen Beschäftigungsprofil können Krankenstandsprofile höher liegen als in dienstleistungsgeprägten Regionen.
Die Entscheidung über die U1-Tarifstufe bei der AOK NordWest ist keine Formalie, sondern eine betriebswirtschaftliche Kalkulation. Der Break-Even-Punkt — ab dem ein höherer Tarif wirtschaftlich lohnend ist — hängt von drei Faktoren ab: dem Bruttogehaltsniveau der versicherten Mitarbeitenden, dem historischen Krankenstand und den aktuellen Umlage- und Erstattungssätzen.
Welche Erstattungsstufe wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt maßgeblich vom tatsächlichen Krankenstand der Belegschaft ab. Wird dieser Bereich unterschritten, übersteigen die Mehrbeiträge die Mehrerstattungen. Der U1-Optimierer berechnet den konkreten Break-Even-Punkt für Ihren Betrieb auf Basis tatsächlicher Daten.
Ein zentrales, oft unterschätztes Prinzip des U1-Verfahrens: Die AOK NordWest zahlt Erstattungen ausschließlich auf Antrag. Kein Antrag — kein Geld. In der Praxis führt das dazu, dass Krankheitsfälle — besonders kurze oder seltene — nicht konsequent beantragt werden. Jeder nicht gestellte Antrag bedeutet eine verschenkte Erstattung.
Hinweis zur Zuständigkeit der AOK NordWest: Die AOK NordWest ist die AOK-Regionalkasse für Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein; im Rheinland ist die AOK Rheinland/Hamburg zuständig. Für Mitarbeitende aus anderen Bundesländern sind andere AOK-Regionalkassen zuständig — mit eigenen Tarifstufen und Sätzen. Einen vollständigen Vergleich aller AOK-Regionalkassen finden Sie auf der AOK-Übersichtsseite unter /krankenkassen/aok.
Fragen
Allgemeine Fragen zur U1 beantworten wir im Ratgeber.
Die AOK NordWest bietet vier Erstattungssätze: 50 % Erstattung bei 1,69 % Umlage, 60 % Erstattung bei 2,29 % Umlage, 70 % Erstattung bei 2,75 % Umlage und 80 % Erstattung bei 4,09 % Umlage (unverändert seit 01.01.2026).
Jede AOK-Regionalkasse kalkuliert ihre U1-Umlagesätze eigenständig auf Basis des Schadensverlaufs ihrer Versicherten. Eine jährliche Überprüfung ist empfehlenswert, da Satzänderungen die individuelle Break-Even-Kalkulation direkt beeinflussen.
Das hängt ausschließlich vom eigenen Krankenstand und Lohnniveau ab. Die 80-%-Stufe kostet 4,09 % Umlage gegenüber 2,75 % in der 70-%-Stufe; der Mehrbeitrag lohnt sich nur, wenn die zusätzliche Erstattung ihn übersteigt. Eine individuelle Berechnung durch den U1-Optimierer liefert die belastbare Grundlage. Eine jährliche Überprüfung ist empfehlenswert, da Kassensatzänderungen die individuelle Break-Even-Kalkulation direkt beeinflussen können.
Besonders relevant ist die U1-Optimierung für Betriebe im Ruhrgebiet mit hohem industriellen Krankenstand sowie für Unternehmen aus dem norddeutschen Logistik- und Hafenbereich. Der hohe Umlagesatz für die höchste Stufe macht die wirtschaftliche Prüfung bei diesen Betrieben besonders wertvoll. Der U1-Optimierer identifiziert das individuelle Einsparpotenzial auf Basis Ihrer tatsächlichen Betriebsdaten — kostenlos und ohne Vorleistung.
Die U1-Tarifstufe wählen oder ändern Arbeitgeber über eine Wahlerklärung gegenüber der AOK NordWest. Stellen Sie den Antrag daher rechtzeitig vor dem gewünschten Wirkungszeitpunkt und warten Sie die Bestätigung der Kasse ab, bevor Sie mit der neuen Stufe kalkulieren. Der U1-Optimierer bereitet die Wahlerklärung auf Wunsch vor und übermittelt sie nach der Freischaltung fristgerecht an die Kasse.
Ja. Nicht gestellte Erstattungsanträge können Sie bis zu vier Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres nachreichen, in dem der Anspruch entstanden ist (§ 6 Abs. 1 AAG). Bei der AOK NordWest ist das finanzielle Potenzial nicht gestellter Anträge aufgrund des hohen Umlagesatzes für die höchste Stufe besonders relevant. Dieser Hebel wirkt vollständig unabhängig von der gewählten Tarifstufe und ist besonders wertvoll, da er ohne zusätzliche Laufzeitkosten genutzt werden kann.
Der U2-Umlagesatz der AOK NordWest beträgt 0,44 %. In der U2 gibt es keine Wahl; erstattet wird in vollem Umfang, bei Beschäftigungsverbot einschließlich der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (§ 1 Abs. 2 AAG).
Für Arbeitgeber mit Beschäftigten bei der AOK NordWest
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