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AOK-Verbund · 11 Regionalkassen

AOK U1-Sätze 2026: alle 11 Regionalkassen im Vergleich

Von Martin, Diplom Mathematiker · Fachlich geprüft von Violeta, Steuerberaterin · Stand: Juli 2026

Die AOK ist bundesweit die mitgliederstärkste Kassengruppe, aber keine einzelne Kasse. Hinter dem Namen stehen elf rechtlich eigenständige Regionalkassen, und jede legt ihre U1-Umlagesätze selbst fest. Für Sie zählt die Kasse, bei der Ihre Beschäftigten versichert sind. Diese Übersicht bringt Sie direkt dorthin.

U1-Umlagesätze aller 11 AOK-Regionalkassen im Vergleich

Die Sätze unterscheiden sich von Kasse zu Kasse. Auch die Zahl der Tarifstufen ist nicht überall gleich: Manche AOK bietet nur einen Satz, andere mehrere zur Auswahl. Die Spanne zeigt die günstigste und die höchste wählbare Stufe, alle Stufen im Detail stehen auf der jeweiligen Regionalseite.

AOK-RegionalkasseU1-Spanne (Umlagesatz)
AOK Baden-Württemberg1,90 %4,05 %Details
AOK Bayern1,60 %3,70 %Details
AOK Bremen/Bremerhaven1,80 %3,50 %Details
AOK Hessen1,50 %3,30 %Details
AOK Niedersachsen2,00 %3,00 %Details
AOK Nordost1,80 %2,50 %Details
AOK NordWest1,69 %4,09 %Details
AOK PLUS2,15 %2,95 %Details
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland1,90 %4,10 %Details
AOK Rheinland/Hamburg1,60 %2,89 %Details
AOK Sachsen-Anhalt1,60 %2,60 %Details

Sätze laut aktueller Datenbasis des U1-Optimierers. Verbindlich ist die Satzung der jeweiligen AOK. Welche Stufe sich für Sie rechnet, hängt von Lohnsumme und Krankenstand Ihres Betriebs ab, nicht von der Spanne allein.

Was die AOK-Regionalstruktur für Ihre U1-Umlage bedeutet

Anders als die bundesweiten Ersatzkassen ist die AOK regional aufgestellt. Jede der elf Regionalkassen ist eine eigene Körperschaft mit eigener Satzung, und darin stehen auch ihre U1-Umlagesätze und Erstattungsstufen. Einen einheitlichen „AOK-Satz" gibt es deshalb nicht. Es gilt der Satz der Kasse, bei der Ihre Beschäftigten versichert sind.

Welche AOK das ist, richtet sich nach dem Wohn- oder Arbeitsort Ihrer Beschäftigten. Verteilen sich Ihre Mitarbeitenden auf mehrere Regionalkassen, rechnen Sie die U1-Umlage für jede getrennt ab und wählen für jede eine Tarifstufe.

Und diese Wahl kostet oder spart bares Geld. Viele Arbeitgeber wissen nicht, dass sie die Stufe überhaupt wählen dürfen. An jeder Stufe hängt ein Paar aus zwei Sätzen: dem Umlagesatz, den Sie einzahlen, und dem Erstattungssatz, den die Kasse Ihnen bei Krankheit zurückzahlt. Manche AOK stellt nur eine Stufe zur Wahl, andere bis zu vier. Was davon für Ihren Betrieb am günstigsten ist, entscheidet sich an Ihrer Lohnsumme und Ihrem Krankenstand. Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht, und im Regelfall rechnet es auch der Steuerberater nicht nach.

Diese Rechnung nimmt Ihnen der U1-Optimierer ab. Ein paar Eckdaten genügen, dann vergleicht das Tool die Stufen Ihrer Kasse und zeigt, mit welcher am wenigsten Geld liegen bleibt. Das kostet Sie ein paar Minuten. Was dabei herauskommt, bleibt im Unternehmen.

Häufige Fragen zur AOK und zur U1-Umlage

Was ist die U1-Umlage, und was hat die AOK damit zu tun?

Über das U1-Verfahren holen sich Arbeitgeber einen Teil der Lohnfortzahlung zurück, wenn Beschäftigte krank sind. Sie zahlen dafür einen Umlagesatz an die Krankenkasse Ihrer Mitarbeitenden und bekommen im Krankheitsfall den gewählten Erstattungssatz erstattet. Bei AOK-Versicherten läuft das über die jeweils zuständige AOK-Regionalkasse, und jede der elf legt ihre Sätze selbst fest.

Ist die AOK eine einzige Krankenkasse?

Nein. Hinter der AOK stehen elf rechtlich selbstständige Regionalkassen, etwa die AOK Bayern, die AOK Nordost oder die AOK Rheinland/Hamburg. Jede setzt ihre U1-Umlagesätze selbst fest.

Wie hoch ist der AOK U1-Umlagesatz 2026?

Eine einzelne Zahl gibt es nicht. Jede AOK-Regionalkasse setzt ihren Umlagesatz selbst fest, und viele bieten mehrere Tarifstufen mit unterschiedlichen Sätzen an. Die aktuellen Spannen je Regionalkasse stehen in der Tabelle oben; den für Sie gültigen Satz nennt Ihre AOK verbindlich in der Satzung.

Wer muss die U1-Umlage an die AOK zahlen?

Am U1-Verfahren nehmen Arbeitgeber mit in der Regel bis zu 30 Beschäftigten teil; größere Betriebe sind davon befreit. Teilzeitkräfte werden dabei anteilig angerechnet. Gezahlt wird an die Kasse der jeweiligen Mitarbeitenden, bei AOK-Versicherten also an die zuständige AOK-Regionalkasse.

Welche AOK gilt für die U1-Umlage meiner Mitarbeitenden?

Es zählt die Regionalkasse, bei der Ihre Beschäftigten versichert sind, in der Regel die AOK des Bundeslands, in dem sie wohnen oder arbeiten. Sind mehrere Kassen betroffen, rechnen Sie die U1-Umlage für jede davon getrennt ab.

Kann ich die U1-Tarifstufe meiner AOK selbst wählen?

Ja. Bietet Ihre Regionalkasse mehrere Stufen an, legen Sie fest, welchen Umlage- und Erstattungssatz Sie nutzen. Welche Stufe die günstigste ist, hängt von Lohnsumme und Krankenstand ab. Der U1-Optimierer rechnet die Varianten für Ihre Kasse durch und zeigt, mit welcher Sie am meisten sparen.

Bis wann kann ich die U1-Tarifstufe bei der AOK ändern?

Der Wechsel läuft schriftlich über die zuständige AOK-Regionalkasse und wirkt ab dem 1. Januar des Folgejahres. Die Frist liegt am Jahresanfang, oft zur Fälligkeit des Januar-Beitrags; den genauen Stichtag legt Ihre AOK fest. Unterjährig lässt sich die Stufe in der Regel nicht mehr ändern, deshalb lohnt eine Prüfung einmal im Jahr.