Überblick
Das Wichtigste zum Thema
Kapitel 01
Was sind U1-Sonderfälle?
Der Standardfall der U1-Erstattung ist klar: ein Mitarbeitender wird krank, der Arbeitgeber zahlt bis zu sechs Wochen den vollen Lohn weiter, die Krankenkasse erstattet einen Teil über die . Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Konstellationen, die rechtlich anders behandelt werden.
Warum Sonderfälle wirtschaftlich besonders wichtig sind
Erstattungsansprüche gehen verloren, wenn im Betrieb niemand erkennt, dass ein Sonderfall vorliegt. Bei der Organspende etwa erstattet der Versicherungsträger des Empfängers – bei gesetzlich Versicherten in voller Höhe. Wer die Spende-Tage fälschlich über die U1 abrechnet, nutzt diesen Anspruch nicht und riskiert eine Rückforderung der U1-Erstattung.
Diese Hub-Seite bündelt fünf Sonderfälle. Jede Detailseite liefert die rechtlichen Grundlagen, die Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise sowie einen FAQ-Block mit den wichtigsten Praxisfragen.
Kapitel 02
Sonderfall erkannt – Erstattung sichern
Wo die Erstattung beantragt wird, hängt vom Sonderfall ab. Bei Reha und Arbeitsunfall (erste sechs Wochen) läuft sie wie bei Krankheit über die U1, bei gewerblichen Minijobs maschinell über die Minijob-Zentrale. Für eine Minijob-Hilfe im Privathaushalt stellen Sie den Antrag bei der Knappschaft-Bahn-See. Das alles gilt bei Teilnahme am U1-Verfahren. Bei Organspende stellen Sie den Antrag beim Versicherungsträger des Empfängers.
Ob ein höherer günstiger ist, hängt von Löhnen, und der höheren Umlage ab – die kostenlose Analyse rechnet das für Ihren Betrieb. Bei Minijob und Privathaushalt gibt es keine Wahl des Erstattungssatzes; die Organspende läuft nicht über die U1.
Kurzantwort
- Reha- und Vorsorgemaßnahmen werden nach § 9 EFZG wie eine Krankheit behandelt – U1-Erstattung greift wie bei Krankheit
- Bei Organspende erstattet der Versicherungsträger des Empfängers – bei gesetzlich Versicherten in voller Höhe, nicht über U1
- Bei Arbeitsunfall zahlen Sie bis zu sechs Wochen fort; bei Teilnahme am U1-Verfahren erstattet die U1 einen Teil; danach zahlt die Berufsgenossenschaft Verletztengeld an die Beschäftigten
