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U1-Sonderfälle: Reha, Organspende, Arbeitsunfall, Minijob, Privathaushalt

Nicht jeder Krankheitstag eines Mitarbeitenden läuft nach dem Standard-U1-Schema ab. Bei Reha- und Vorsorgemaßnahmen, Organspenden, Arbeitsunfällen, Minijob-Beschäftigung oder im Privathaushalt gelten eigene Regeln — sowohl für die spflicht als auch für die Erstattung. Diese Hub-Seite bündelt fünf Sonderfälle.

5 Artikel

Alle Artikel zum Thema Sonderfälle

Reha, Organspende, Arbeitsunfall, Minijob und Privathaushalt.

Überblick

Das Wichtigste zum Thema

Kapitel 01

Was sind U1-Sonderfälle?

Der Standardfall der U1-Erstattung ist klar: ein Mitarbeitender wird krank, der Arbeitgeber zahlt bis zu sechs Wochen den vollen Lohn weiter, die Krankenkasse erstattet einen Teil über die . Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Konstellationen, die rechtlich anders behandelt werden.

Warum Sonderfälle wirtschaftlich besonders wichtig sind

Erstattungsansprüche gehen verloren, wenn im Betrieb niemand erkennt, dass ein Sonderfall vorliegt. Bei der Organspende etwa erstattet der Versicherungsträger des Empfängers – bei gesetzlich Versicherten in voller Höhe. Wer die Spende-Tage fälschlich über die U1 abrechnet, nutzt diesen Anspruch nicht und riskiert eine Rückforderung der U1-Erstattung.

Diese Hub-Seite bündelt fünf Sonderfälle. Jede Detailseite liefert die rechtlichen Grundlagen, die Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise sowie einen FAQ-Block mit den wichtigsten Praxisfragen.

Kapitel 02

Sonderfall erkannt – Erstattung sichern

Wo die Erstattung beantragt wird, hängt vom Sonderfall ab. Bei Reha und Arbeitsunfall (erste sechs Wochen) läuft sie wie bei Krankheit über die U1, bei gewerblichen Minijobs maschinell über die Minijob-Zentrale. Für eine Minijob-Hilfe im Privathaushalt stellen Sie den Antrag bei der Knappschaft-Bahn-See. Das alles gilt bei Teilnahme am U1-Verfahren. Bei Organspende stellen Sie den Antrag beim Versicherungsträger des Empfängers.

Ob ein höherer günstiger ist, hängt von Löhnen, und der höheren Umlage ab – die kostenlose Analyse rechnet das für Ihren Betrieb. Bei Minijob und Privathaushalt gibt es keine Wahl des Erstattungssatzes; die Organspende läuft nicht über die U1.

Kurzantwort

  • Reha- und Vorsorgemaßnahmen werden nach § 9 EFZG wie eine Krankheit behandelt – U1-Erstattung greift wie bei Krankheit
  • Bei Organspende erstattet der Versicherungsträger des Empfängers – bei gesetzlich Versicherten in voller Höhe, nicht über U1
  • Bei Arbeitsunfall zahlen Sie bis zu sechs Wochen fort; bei Teilnahme am U1-Verfahren erstattet die U1 einen Teil; danach zahlt die Berufsgenossenschaft Verletztengeld an die Beschäftigten

Fragen

Häufige Fragen

Gilt die U1-Erstattung auch bei einer Reha-Maßnahme?

Ja. Nach § 9 EFZG werden bewilligte Reha- oder Vorsorgemaßnahmen wie eine reguläre Arbeitsunfähigkeit behandelt. Die U1-Erstattung erfolgt zum gleichen Erstattungssatz wie bei normaler Krankheit.

Wer erstattet die Lohnfortzahlung bei einer Organspende?

Nicht die U1, sondern der Versicherungsträger des Organ-Empfängers (§ 3a EFZG). Bei gesetzlich Versicherten erstattet er in voller Höhe einschließlich der Arbeitgeberanteile, bei privat Versicherten in der Höhe, die der Tarif vorsieht, bei Beihilfeberechtigten des Bundes zum Bemessungssatz.

Haben Minijobber Anspruch auf Lohnfortzahlung?

Ja, vollumfänglich nach § 3 EFZG. Nimmt Ihr Betrieb am U1-Verfahren teil, läuft die Erstattung über die Minijob-Zentrale (Knappschaft-Bahn-See), nicht über die Krankenkasse des Mitarbeitenden.

Ist ein Privathaushalt mit Putzhilfe wirklich U1-pflichtig?

Ja. Bei einer Minijob-Hilfe wird die U1-Umlage im Haushaltsscheckverfahren der Minijob-Zentrale automatisch berechnet und halbjährlich eingezogen; auch die Erstattung im Krankheitsfall beantragen Sie dort. Ist die Hilfe sozialversicherungspflichtig beschäftigt, laufen Umlage und Erstattung über ihre Krankenkasse.

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