Beständig
Unverändert seit 01.01.2026
Seitdem gelten bei der AOK Sachsen-Anhalt 40 % für 1,60 %, 50 % für 2,00 % und 70 % für 2,60 %. Neuere U1-Sätze gelten bei 5 von 88 anderen Kassen.
Frage 1 von 4
Die AOK Sachsen-Anhalt im Vergleich mit 88 anderen Kassen: drei Erstattungssätze von 40 % bis 70 %, Stand 19.10.2026.
Beständig
Seitdem gelten bei der AOK Sachsen-Anhalt 40 % für 1,60 %, 50 % für 2,00 % und 70 % für 2,60 %. Neuere U1-Sätze gelten bei 5 von 88 anderen Kassen.
Im Vergleich
Die Umlage steigt von 1,60 % auf 2,60 % – 1,27 Prozentpunkte flacher als in der Mitte der 70 Kassen mit Wahl (2,27 Prozentpunkte).
Für jeden Erstattungssatz: Wie viel Umlage verlangen die anderen Kassen, die denselben Satz anbieten?
| Erstattung | AOK Sachsen-Anhalt | Umlage der Kassen mit diesem Satz | Einordnung |
|---|---|---|---|
| 40 % | 1,60 % | genau in der Mitte 1 von 2 anderen Kassen verlangt weniger | |
| 50 % | 2,00 % | teurer als die Mitte 56 von 63 anderen Kassen verlangen weniger2 verlangen gleich viel | |
| 70 % | 2,60 % | teurer als die Mitte 15 von 29 anderen Kassen verlangen weniger | |
1 %2 %3 % |
Aktuelle Sätze der Krankenkassen, Stand 19.10.2026 · unverändert seit 01.01.2026 · Nicht im Vergleich: Knappschaft und Augenoptiker Ausgleichskasse VVaG (Vergleichbarkeit der Sätze nicht belegt)
Bei der AOK Sachsen-Anhalt braucht ein höherer Satz 12 Krankheitstage je Person – 1,3 Tage weniger als in der Mitte der 70 Kassen mit mehreren Sätzen (13,3 Tage). Spanne: 7,2 bis 25,2 Tage.
Frage 2 von 4
Bei der AOK Sachsen-Anhalt ist 40 % bis zu 12 Tagen Krankheit je Person am günstigsten, danach 70 % ab 12 Tagen. 50 % ist bis 42 Tage nie am günstigsten. Genau wird es mit Ihrer Liste.
Für Ihren Betrieb zählen außerdem
Sie tragen je Person Krankenkasse, Lohn und Krankheitstage ein, wir rechnen jeden Satz der AOK Sachsen-Anhalt durch.
Das Modell rechnet vereinfacht mit höchstens 42 Kalendertagen je Person und Jahr. Entgeltfortzahlung gibt es bis zu sechs Wochen je Arbeitsunfähigkeit (§ 3 EFZG); bei mehreren verschiedenen Erkrankungen können im Jahr mehr Tage erstattungsfähig sein.
Fünf Beschäftigte bei der AOK Sachsen-Anhalt, im Schnitt 5,2 Krankheitstage je Person – unter der ersten Schwelle von 12 Tagen.
Günstigster Satz: 40 %.
Sechs Beschäftigte bei der AOK Sachsen-Anhalt, zwei davon sechs Wochen krank, im Schnitt 18,8 Tage je Person.
Günstigster Satz: 70 %.
Erfundene Betriebe, gerechnet mit den Sätzen der AOK Sachsen-Anhalt. So rechnen wir
Beschäftigte auch bei anderen Kassen? Die Kasse wählen Ihre Beschäftigten, Sie nur den Satz. Mehrere Sätze bieten zum Beispiel AOK Baden-Württemberg, Audi BKK, BARMER, IKK – Die Innovationskasse, AOK Bayern und BAHN-BKK. Alle Krankenkassen
Frage 3 von 4
Die Erstattung gibt es nur auf Antrag.
Die Erstattung gibt es nur auf Antrag. Den Antrag übermitteln Sie aus dem Abrechnungsprogramm per Datenübertragung (§ 2 AAG).
Erstattungsansprüche verjähren vier Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie entstanden sind (§ 6 Abs. 1 AAG).
Quellen: U1-Sätze: aktuelle Angaben der Krankenkassen, Stand 19.10.2026 · AAG §§ 1, 2, 6 · EFZG § 3
Frage 4 von 4
Jeder Satz der AOK Sachsen-Anhalt, gerechnet mit Ihren Beschäftigten – kostenlos.
Liste hochladen, Ersparnis je Kasse sehen.
Ohne Ersparnis keine Kosten, kein Abo.
Wir reichen die Wahlerklärung im Auftrag bei der AOK Sachsen-Anhalt ein.
Hintergrund
Die AOK Sachsen-Anhalt ist die zuständige Regionalkasse für das Bundesland Sachsen-Anhalt — ein ostdeutsches Flächenland, das von historischer Industrietradition in Halle und Magdeburg geprägt ist und gleichzeitig eine strukturelle Transformation seit der Wiedervereinigung durchläuft. Das Einkommensniveau liegt im Bundesvergleich deutlich niedriger als in westdeutschen Bundesländern.
Im U1-Verfahren fällt die AOK Sachsen-Anhalt durch eine im bundesweiten GKV-Vergleich außergewöhnliche Tarifstruktur auf. Die niedrigste verfügbare Erstattungsoption liegt bei einem Niveau, das im gesamten GKV-Markt zu den ungewöhnlichsten Tarifstufen gehört. Auch die höchste verfügbare Stufe bleibt unter dem, was viele andere Regionalkassen anbieten.
Für Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt hat das eine spezifische wirtschaftliche Bedeutung: Das niedrigere Lohnniveau — kombiniert mit den niedrigen Erstattungsstufen — verändert die Break-Even-Logik grundlegend. Was in westdeutschen Regionen mit höherem Lohnniveau die falsche Entscheidung wäre, kann in Sachsen-Anhalt unter anderen Bedingungen dennoch wirtschaftlich rational sein.
Die Frage ist nicht, ob die Tarifstruktur der AOK Sachsen-Anhalt mit anderen Kassen vergleichbar ist — sie ist es nicht. Die Frage ist, welche der verfügbaren Optionen für den eigenen Betrieb wirtschaftlich sinnvoll ist.
Das typische Fehlverhalten bei Arbeitgebern mit AOK-Sachsen-Anhalt-versicherten Mitarbeitenden: Sie vergleichen die Tarifstruktur mit bundesweit kommunizierten Standardempfehlungen und kommen zu falschen Schlussfolgerungen. Denn die Tarifstruktur der AOK Sachsen-Anhalt ist mit bundesweiten Standards nicht direkt kompatibel.
Ein zweites Muster: Arbeitgeber wählen die mittlere verfügbare Stufe als Kompromisslösung — ohne zu prüfen, ob die untere Stufe bei dem für Sachsen-Anhalt typischen Krankenstandsprofil eine günstigere Nettobilanz ergibt. Die Annahme, die mittlere Stufe sei immer die sicherere Wahl, ist bei der atypischen Stufenstruktur dieser Kasse besonders fehleranfällig.
Das niedrigere Lohnniveau in Sachsen-Anhalt führt dazu, dass die absoluten Umlagebeträge kleiner sind als in westdeutschen Regionen. Das verleitet dazu, den U1-Posten als wirtschaftlich weniger relevant zu behandeln. In Relation zur Gesamtlohnsumme ist die U1-Umlage jedoch auch in Sachsen-Anhalt ein messbarer Faktor — und eine falsche Tarifstufe bleibt eine vermeidbare Mehrbelastung.
Bei der AOK Sachsen-Anhalt liegt der Optimierungsansatz in der Anpassung des Analyse-Rahmens an die atypische Tarifstruktur. Der U1-Optimierer berechnet nicht nach bundesweiten Faustwerten, sondern auf Basis der tatsächlichen Tarifoptionen dieser Kasse und des lokalen Einkommensniveaus.
Entscheidend ist dabei die Break-Even-Analyse zwischen der niedrigen und der höheren Tarifstufe — ein Verhältnis, das aufgrund des fehlenden Mitteltiers eine andere Dynamik hat als bei Kassen mit einer Vier-Stufen-Struktur. Das ostdeutsche Lohnniveau fließt explizit in die Berechnung ein, weil es die absolute Höhe der Umlage und damit den wirtschaftlichen Hebel bestimmt.
Auch bei niedrigeren absoluten Beträgen summieren sich nicht gestellte Anträge über vier Jahre zu einem relevanten Betrag. Diese Prüfung ist unabhängig von der Tarifentscheidung sinnvoll.
Die AOK Sachsen-Anhalt steht im bundesweiten U1-Vergleich für sich: Ihre Tarifstruktur ist weder mit anderen AOK-Regionalkassen noch mit den meisten anderen gesetzlichen Kassen direkt kompatibel. Ein direkter Satzvergleich ohne Kenntnis der Stufenstruktur führt systematisch zu falschen Schlussfolgerungen.
Im ostdeutschen Kassenvergleich zeigt sich: Die AOK Sachsen-Anhalt ist geprägt durch das strukturell niedrigere Einkommensniveau der Region, das sich in der Tarifkalkulation widerspiegelt. Das ist keine Schwäche, sondern eine regionale Realität — die Kasse passt ihr Leistungsangebot an das tatsächliche wirtschaftliche Umfeld an. Die historische Industriestruktur in Sachsen-Anhalt und der anhaltende demographische Wandel sind Faktoren, die auch die U1-Schadensentwicklung der Kasse beeinflussen.
Für Arbeitgeber bedeutet das: Der relevante Vergleichsmaßstab ist nicht der bundesweite GKV-Durchschnitt, sondern das regionale Branchenumfeld. Eine Analyse, die das ostdeutsche Einkommensniveau und die atypische Tarifstruktur berücksichtigt, ist die einzige belastbare Grundlage für eine fundierte Tarifentscheidung.
Die AOK Sachsen-Anhalt ist die zuständige AOK-Regionalkasse für Arbeitgeber im Bundesland Sachsen-Anhalt. Mit Standorten in Magdeburg, Halle und Dessau betreut sie Betriebe in einem Bundesland mit vielfältiger Industriestruktur.
Die AOK Sachsen-Anhalt fällt im U1-Verfahren aus dem üblichen Raster: Ihre Tarifstaffel beginnt bei einer ungewöhnlich niedrigen Erstattungsstufe, überspringt die sonst verbreitete mittlere Stufe und endet unterhalb der höchsten Erstattungsquote, die viele andere Kassen führen. Für Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt heißt das: Bundesweite Faustregeln zur Tarifwahl passen hier nicht — die richtige Stufe ergibt sich nur aus den eigenen Betriebsdaten. Die folgenden Kapitel ordnen Hintergrund, Tarifwahl-Logik und den Erstattungsweg ein.
Die AOK Sachsen-Anhalt ist die zuständige AOK-Regionalkasse für Arbeitgeber und Beschäftigte im Land Sachsen-Anhalt, mit Verwaltungsstandorten unter anderem in Magdeburg und Halle (Saale). Als Körperschaft des öffentlichen Rechts mit eigener Satzung legt sie ihre U1-Tarifstufen und Umlagesätze selbst fest — einen bundeseinheitlichen „AOK-Satz“ gibt es nicht; maßgeblich für die Zuständigkeit ist der Wohnort der Beschäftigten. Wirtschaftlich ist das Land vielfältig aufgestellt: Das mitteldeutsche Chemiedreieck um Leuna, Bitterfeld-Wolfen und Schkopau, Maschinen- und Anlagenbau, die Ernährungswirtschaft, Logistik entlang der Verkehrsachsen sowie die Landwirtschaft der fruchtbaren Magdeburger Börde prägen die Betriebsstruktur. Charakteristisch ist zudem ein im Bundesvergleich niedrigeres durchschnittliches Lohnniveau — ein Faktor, der bei der U1-Umlage unmittelbar zählt, weil sich sowohl Umlage als auch Erstattung an der Lohnsumme bemessen. Für kleine Betriebe entscheidet die U1-Umlage darüber, welchen Anteil der Entgeltfortzahlung sie im Krankheitsfall zurückerhalten — und wie stark ein einzelner längerer Ausfall die Kasse belastet.
Die Tarifstruktur der AOK Sachsen-Anhalt ist gleich in zwei Punkten ungewöhnlich. Erstens beginnt sie mit einer besonders niedrigen Einstiegs-Erstattungsstufe, wie sie nur sehr wenige Kassen im gesamten GKV-System führen. Zweitens fehlt die sonst verbreitete mittlere Stufe, und die höchste verfügbare Stufe liegt unterhalb der Höchstquote, die viele Ersatz- und Betriebskrankenkassen anbieten. Aus dieser Kombination folgt: Betriebe, die aus anderen Regionen oder von einer früheren Kasse bestimmte Erstattungsquoten gewohnt sind, finden hier ein anderes Angebot vor — und dürfen ihre bisherige Wahl nicht ungeprüft übertragen.
Die Grundmechanik bleibt bei jeder Stufe gleich: Eine höhere Erstattungsstufe bedeutet einen höheren Umlagesatz, aber auch eine höhere Rückerstattung je Tag der Entgeltfortzahlung. Für jeden Betrieb existiert ein Break-Even-Krankenstand — der Punkt, an dem die höhere Umlage exakt durch die höhere Erstattung aufgewogen wird. Liegt der tatsächliche Krankenstand darunter, ist die günstigere Stufe wirtschaftlicher; liegt er darüber, zahlt sich die höhere Stufe aus.
Die niedrige Einstiegsstufe verändert die Rechnung spürbar. Weil die unterste Stufe nur einen kleinen Teil der Entgeltfortzahlung erstattet, trägt ein Betrieb bei einem längeren Krankheitsfall auf dieser Stufe einen großen Eigenanteil — der niedrige Umlagesatz relativiert sich, sobald tatsächlich Ausfälle auftreten. Gleichzeitig macht das niedrigere Lohnniveau in Sachsen-Anhalt die absolute Umlage je Mitarbeitenden kleiner, was die laufenden Kosten der höheren Stufe leichter tragbar macht. Diese beiden gegenläufigen Effekte lassen sich nicht mit einer Faustregel auflösen; sie verschieben den Break-Even je nach Betrieb in unterschiedliche Richtungen.
Hinzu kommt das Krankenstandsprofil. In Industrie-, Logistik- und Pflegebetrieben fallen Ausfälle oft nicht nur häufiger, sondern auch als einzelne lange Fälle an, die den Entgeltfortzahlungszeitraum von bis zu sechs Wochen je Fall ausschöpfen. Solche Verläufe sprechen für die höhere verfügbare Stufe, während Betriebe mit stabil niedrigem Krankenstand — etwa kleine Dienstleister oder Verwaltungen — auf der Einstiegsstufe meist günstiger fahren. Ein zweiter Faktor ist der Cashflow: Die Umlage wird laufend mit den Sozialversicherungsbeiträgen abgeführt, die Erstattung fließt erst nach Antragstellung zum konkreten Fall — bei knapper Liquidität ein Argument gegen eine zu hohe Stufe, wenn der Krankenstand nur knapp über dem Break-Even liegt.
Ohne aktive Wahl wird ein Betrieb der von der Kasse vorgesehenen Standardstufe zugeordnet; diese ist selten das wirtschaftliche Optimum. Die belastbare Antwort ergibt sich aus der eigenen Krankenstandshistorie — der Verteilung der Fälle über das Jahr, dem Anteil langer gegenüber kurzen Ausfällen und der Lohnsumme der umlagepflichtigen Beschäftigten. Gerade wegen der atypischen Staffelung ist die individuelle Rechnung bei der AOK Sachsen-Anhalt wichtiger als bei Kassen mit gewohnter Stufenfolge.
Die Erstattung im U1-Verfahren der AOK Sachsen-Anhalt läuft über das elektronische Meldeverfahren für Arbeitgeber. Seit der Ablösung von sv.net erfolgt die Antragstellung für Betriebe ohne eigene systemgeprüfte Lohnsoftware über das SV-Meldeportal; Betriebe mit entsprechendem Lohnabrechnungs-Programm übermitteln den Erstattungsantrag direkt aus der Software. In beiden Fällen wird der Antrag maschinell an die Kasse übertragen, die die Erstattung auf das hinterlegte Arbeitgeberkonto auszahlt.
Erstattungsfähig ist das im Krankheitsfall fortgezahlte Arbeitsentgelt bis zur gewählten Erstattungsquote, begrenzt auf die ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit je Fall (Entgeltfortzahlungszeitraum nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz). Anders als bei der U2-Umlage werden die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung im U1-Verfahren nicht zusätzlich erstattet — maßgeblich für die Höhe ist unmittelbar die zuvor gewählte Tarifstufe. Eine zu niedrig gewählte Stufe lässt sich für zurückliegende Fälle nicht nachträglich anheben; das wiegt bei der AOK Sachsen-Anhalt besonders schwer, weil schon die reguläre Staffelung niedrig ansetzt und der Eigenanteil auf der untersten Stufe entsprechend groß ausfällt.
Für die Praxis entscheidend sind die Fristen. Zwei Hebel, die sich ergänzen: Für das nächste Jahr den passenden Erstattungssatz wählen – das berechnet der U1-Optimierer kostenlos und kümmert sich nach der Freischaltung um die Wahlerklärung. Für die Vorjahre prüfen Sie mit Ihrem Lohnbüro, ob alle Erstattungsanträge gestellt sind; fehlende können Sie bis zu vier Jahre nach Ablauf des Jahres nachreichen (§ 6 Abs. 1 AAG). Daraus ergibt sich ein doppelter Handlungsspielraum: Nicht gestellte Anträge aus zurückliegenden Jahren lassen sich innerhalb der Verjährungsfrist nachholen — gerade bei Wechseln in der Lohnbuchhaltung bleiben solche Fälle häufig liegen. Und es lohnt der Abgleich, ob in der Vergangenheit alle erstattungsfähigen Fälle vollständig und mit der korrekten Quote eingereicht wurden. Ein strukturierter Blick auf die letzten vier Jahre deckt hier regelmäßig ungenutzte Erstattungen auf.
Wer eine Tarifänderung plant, sollte den Antrag rechtzeitig vor dem gewünschten Wirkungszeitpunkt stellen und die Bestätigung der Kasse abwarten, bevor er mit der neuen Stufe kalkuliert.
Hinweis zur Zuständigkeit der AOK Sachsen-Anhalt: Die AOK Sachsen-Anhalt ist die zuständige AOK-Regionalkasse für Mitarbeitende mit Wohnort in Sachsen-Anhalt. Für Mitarbeitende aus anderen Bundesländern sind andere AOK-Regionalkassen zuständig — mit eigenen Tarifstufen und Sätzen. Einen vollständigen Vergleich aller AOK-Regionalkassen finden Sie auf der AOK-Übersichtsseite unter /krankenkassen/aok.
Fragen
Allgemeine Fragen zur U1 beantworten wir im Ratgeber.
Die AOK Sachsen-Anhalt bietet drei Erstattungssätze: 40 % Erstattung bei 1,60 % Umlage, 50 % Erstattung bei 2,00 % Umlage und 70 % Erstattung bei 2,60 % Umlage (unverändert seit 01.01.2026).
Die AOK Sachsen-Anhalt kalkuliert ihre U1-Umlagesätze eigenständig auf Basis des Schadensverlaufs ihrer Versicherten und des regionalen Einkommensniveaus. Das strukturell niedrigere Gehaltsniveau in Sachsen-Anhalt und die spezifische Branchenstruktur des Landes führen zu einer Tarifgestaltung, die von anderen Regionalkassen abweicht. Das Ergebnis ist eine Stufenstruktur mit einer 40 %-Eingangsstufe, die bundesweit einmalig ist.
Nur eingeschränkt. Da die AOK Sachsen-Anhalt keine 60 %- oder 80 %-Stufe anbietet und ihre höchste Stufe bei 70 % liegt, sind bundesweite Empfehlungen nicht übertragbar. Jede Tarifstufe und jede Break-Even-Berechnung muss auf die spezifische Stufenstruktur dieser Kasse zugeschnitten sein. Die wirtschaftlich sinnvolle Tarifentscheidung hängt immer vom eigenen Krankenstand und Gehaltsniveau ab — nicht allein vom Kassenvergleich.
Das hängt vom eigenen Krankenstand und Lohnniveau ab. Bei niedrigem bis moderatem Krankenstand und dem für Sachsen-Anhalt typisch niedrigeren Gehaltsniveau ist die untere Tarifstufe häufig die wirtschaftlich günstigere Wahl. Bei häufigeren oder längeren Krankheitsfällen kann die höchste verfügbare Stufe trotz des höheren Umlagesatzes vorteilhafter sein. Der genaue Break-Even hängt vom Bruttogehaltsniveau der versicherten Mitarbeitenden und den aktuellen Kassensätzen ab — der U1-Optimierer berechnet ihn individuell und kostenlos.
Die U1-Tarifstufe wählen oder ändern Arbeitgeber über eine Wahlerklärung gegenüber der AOK Sachsen-Anhalt. Stellen Sie den Antrag daher rechtzeitig vor dem gewünschten Wirkungszeitpunkt und warten Sie die Bestätigung der Kasse ab, bevor Sie mit der neuen Stufe kalkulieren. Der U1-Optimierer bereitet die Wahlerklärung auf Wunsch vor und übermittelt sie nach der Freischaltung fristgerecht an die Kasse.
Ja. Nicht gestellte Erstattungsanträge können Sie bis zu vier Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres nachreichen, in dem der Anspruch entstanden ist (§ 6 Abs. 1 AAG). Dieser Hebel wirkt vollständig unabhängig von der gewählten Tarifstufe und ist besonders wertvoll, da er ohne zusätzliche Laufzeitkosten genutzt werden kann.
Der U2-Umlagesatz der AOK Sachsen-Anhalt beträgt 0,49 %. In der U2 gibt es keine Wahl; erstattet wird in vollem Umfang, bei Beschäftigungsverbot einschließlich der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (§ 1 Abs. 2 AAG).
Für Arbeitgeber mit Beschäftigten bei der AOK Sachsen-Anhalt
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