Kapitel 01
Was bedeutet die U1-Umlage für Ihren Betrieb?
Die ist ein monatlicher Beitrag, den Sie für jeden sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitenden an dessen Krankenkasse abführen, für Minijobber an die Minijob-Zentrale. Im Gegenzug erstattet die Kasse einen Teil der skosten, wenn ein Mitarbeiter krank wird.
Die Umlage wird als Prozentsatz des Bruttogehalts berechnet — begrenzt auf die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung (2026: 101.400 €/Jahr). Je nach Krankenkasse und gewählter Tarifstufe liegt der Satz zwischen 1,5 % und über 4 %.
Für einen Betrieb mit 15 Mitarbeitenden und einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 3.500 € bedeutet das eine monatliche Umlage von ca. 790–2.100 €, je nach Krankenkasse und Tarif. Im Jahr sind das rund 9.500–25.000 €.
Kapitel 02
Wo liegt das Optimierungspotenzial?
Es gibt zwei Stellschrauben: die Wahl der Krankenkasse (relevant, wenn Mitarbeitende wechseln können) und die Wahl der Tarifstufe (per zum 1. Januar änderbar). Die Tarifstufe ist der direkteste Hebel.
Ob sich eine höhere Erstattungsstufe (80 % statt 70 %) wirtschaftlich lohnt, hängt davon ab, ob die Mehrbeiträge durch höhere Erstattungen übertroffen werden. Bei niedrigem ist oft die günstigere Stufe optimal — bei hohem Krankenstand die höhere.
Unser Analyse-Tool berechnet für jeden Mitarbeitenden, welche Kombination aus Kasse und Tarifstufe im vergangenen Jahr zu den niedrigsten Nettokosten geführt hätte — und gibt eine klare Handlungsempfehlung.
Kapitel 03
Die U1-Erstattung richtig nutzen
Die Erstattung erfolgt auf Antrag bei der jeweiligen Krankenkasse des erkrankten Mitarbeitenden. Erstattungsfähig ist die gezahlte Bruttoentgeltfortzahlung multipliziert mit dem der gewählten Tarifstufe.
Viele Arbeitgeber lassen Erstattungsansprüche liegen, weil sie die Beantragung als administrativ aufwendig empfinden. Dabei können die Erstattungen die laufenden Umlagebeiträge erheblich übersteigen — besonders bei Mitarbeitenden mit häufigen Krankheitstagen.
Mit dem richtigen Prozess ist die Erstattungsbeantragung in wenigen Minuten erledigt — elektronisch aus dem Entgeltabrechnungsprogramm oder über das SV-Meldeportal. Unser Service setzt eine Stufe früher an und ermittelt den passenden Erstattungssatz je Kasse.
Kapitel 04
Praxistipps für Arbeitgeber
Überprüfen Sie jährlich im Oktober/November, ob ein Tarifwechsel für das kommende Jahr sinnvoll ist. Basis dafür sind die Krankheitstage und Bruttogehälter des laufenden Jahres.
Führen Sie eine strukturierte Übersicht aller Krankenkassen Ihrer Mitarbeitenden und der jeweils gewählten Tarifstufen. Bei Neueinstellungen sollte die Krankenkasse des neuen Mitarbeitenden direkt in das Monitoring aufgenommen werden.
Nutzen Sie die kostenlose Analyse für eine erste Einschätzung — und schalten Sie das vollständige Ergebnis frei, wenn das Einsparpotenzial 500 € pro Jahr übersteigt.
