Rechenbeispiel: Bei einer monatlichen Bruttolohnsumme von 50.000 Euro beträgt der U3-Beitrag: 50.000 € × 0,15 % = 75 Euro pro Monat bzw. 900 Euro pro Jahr.
Der U3-Beitragssatz wird nicht von Krankenkassen festgelegt, sondern ist gesetzlich vorgegeben (§ 360 SGB III); per Verordnung kann ein abweichender Satz bestimmt werden (§ 361 SGB III). Er gilt identisch für alle umlagepflichtigen Arbeitgeber – unabhängig von Branche, Region oder Betriebsgröße; ausgenommen sind u. a. die öffentliche Hand und Privathaushalte.
Abgeführt wird der U3-Beitrag zusammen mit den übrigen Sozialversicherungsbeiträgen an die zuständige Krankenkasse, die ihn an die Bundesagentur für Arbeit weiterleitet. Es gibt keine separate Meldung oder Zahlung.
Fälligkeit: Der U3-Beitrag wird monatlich fällig, in der Regel zum drittletzten Bankarbeitstag des laufenden Monats.
Kapitel 01
Einordnung für Arbeitgeber
Der U3-Beitragssatz ist seit Jahren stabil und niedrig. Im Vergleich zur ist das Optimierungspotenzial minimal – der Fokus bei der Lohnkostenoptimierung sollte auf der U1 liegen.
Wer seinen U1-Beitragssatz optimiert, kann je nach Betriebsgröße jährlich hunderte bis tausende Euro sparen. Der U3-Beitrag ist dagegen gesetzlich fixiert und nicht verhandelbar.
