Der Beitrag finanziert das Insolvenzgeld, das Arbeitnehmer von der Bundesagentur für Arbeit (BA) erhalten, wenn ihr Arbeitgeber insolvent wird. Das Insolvenzgeld deckt die letzten drei Monate des Arbeitsentgelts vor der Insolvenzeröffnung ab.
Im Gegensatz zur gilt die U3-Umlage für alle Arbeitgeber – es gibt keine Betriebsgrößengrenze. Auch Unternehmen mit mehr als 30 Mitarbeitern zahlen die U3.
Der Beitragssatz 2026 beträgt bundeseinheitlich 0,15 Prozent der Bruttolohnsumme (§ 360 SGB III). Er ist gesetzlich festgelegt; per Verordnung kann ein abweichender Satz bestimmt werden (§ 361 SGB III). Er gilt für alle umlagepflichtigen Arbeitgeber gleichermaßen. Der gesetzliche Regelsatz von 0,15 Prozent gilt seit dem 1. Januar 2025 wieder; in den Jahren 2023 und 2024 war er auf 0,06 Prozent abgesenkt.
Die U3 ist nicht optimierbar: Da es nur einen einheitlichen Satz gibt und keine Tarifvarianten existieren, besteht kein Gestaltungsspielraum wie bei der U1.
Kapitel 01
Einordnung für Arbeitgeber
Wichtig: Das Insolvenzgeld wird direkt an die betroffenen Arbeitnehmer ausgezahlt – nicht an den Arbeitgeber. Die Bundesagentur für Arbeit (nicht die Krankenkasse) ist zuständig.
Da der Beitragssatz mit 0,15 % weiterhin gering ist, spielt die U3 in der täglichen Lohnkostenoptimierung eine untergeordnete Rolle. Größere Einsparpotenziale liegen bei der U1-Umlage.
